Das Sozialwesen
Das Sozialwesen
Die Bürgergemeinden erhielten bei der Aufteilung der Gemeinwesen von 1873/76 u.a. als wichtige Aufgabe das Sozialwesen zugeteilt. Sie mussten anfänglich für alle in finanzielle Not geratenen Bürger, unabhängig vom Wohnort, auflkommen.
Zu diesem Zwecke waren sie berechtigt, Steuern zu erheben, die sog. Bürger-Armensteuer, die seit dem neuen Gemeindegesetz im Jahre 1982 in Bürgersteuer umbenannt worden ist. Beläuft sich heute der Steuerfuss auf 1 %, so betrug dieser in den Jahren 1948 und 1959 sogar 30 %!

Der Beitritt des Kantons Zug zum Konkordat über die wohnörtliche Unterstützung im Jahre 1966 setzte ein erstes Zeichen für die Senkung der Unterstützungskosten. Ferner tragen AHV, IV und Pensionskassen stark zur Entlastung der Bürgergemeinden bei. Das bereits zitierte Gemeindegesetz half zusätzlich mit, dass die Bürgergemein den weniger Unterstützungsbeiträge zu leisten haben, sind sie doch nur noch für ihre am Heimatort wohnenden Bürger zuständig.

Trotz dieser Entlastungen hat die Bürgergemeinde weiterhin jährlich namhafte Unterstützungsbeiträge zu leisten, sind doch in jüngster Zeit vermehrt geschiedene Frauen mit ihren minderjährigen Kindern, aber auch Drogenabhängige und Aidskranke in finanziellen Notlagen. Die steigenden Klinikkosten tragen ebenfalls das ihre dazu bei. So wird das Sozialwesen auch in Zukunft eine nicht unbedeutende Aufgabe der Bürgergemeinde darstellen.
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26. September 2017